Transformation von Brachflächen und Leerständen - Ein Beitrag zu Flächensparen und Ressourcenschutz - NEUER TERMIN!!!

Dienstag, 12. Mai 2026 19:00-21:00, Hotel-Restaurant zur Post, Linzer Straße 1, 3390 Melk, Österreich
Webseite: http://www.hotelpost-melk.at
Referenten/innen:


DI Dr. Herbert Schedlmayer

Regularien

Die Präsidentin begrüßt die zahlreich erschienenen Mitglieder und Begleitungen. Ein besonderes Willkommen geht an unser Ehrenmitglied Norbert Steiner (RC St. Pölten). 

Geburtstagswünsche gehen an Ilse Mayer (14.5.) und Maximilian Deym (11.5.). 

Der Vorstand hat die Unterstützung des Projektes "Kindersegeln" mit 2.000 Euro. Eine Initiative, die Kinder die Teilnahme an einem Segelturn unterstützt - seit 19 Jahre läuft dieses Projekt. Wir haben vor etwa 10 Jahren schon einen Beitrag geleistet. Vor allem Kinder des Jugendheimes Schauboden sind Teilnehmer. 

Die Organisation des Flohmarktes läuft "im Plan". Heurigengarnituren können wir von den Pionieren bekommen - Danke an Freund Reinhard Koller!

Programm

Freund Herbert Schedlmayer präsentiert einen hervorragenden Vortrag. Man merkt, dass er seinen Beruf als echte "Berufung" versteht. In vielen Beispielen aus dem In- und Ausland wir uns das Thema näher gebracht. Er geht auf die Probleme der Bauordnungen ein, die in vielen Fällen noch eine Hürde darstellen.  

Auszug aus dem Vortrag .

Dazu gab es ausführliche Beispiele aus der Region und attraktive Projekte aus dem Ausland - Herbert widmet sich auch im Urlaub interessanten Bauten! 

Bis vor 100 Jahren ist kaum jemand auf die Idee gekommen, bestehende Häuser abzureißen, das Material auf eine Müllhalde zu kippen und aus weiter Entfernung neues Baumaterial heranzukarren. 

Man hat versucht, Strukturen zu erhalten und Baumaterialien wiederzuverwenden. Was schon da ist, muss nicht mühsam transportiert und mit viel Aufwand neu erstellt werden, vor allem dann, wenn Ressourcen knapp sind.

Den Bestand zu nutzen, war schon immer die sparsamste Variante!


A.  Flächenrecycling

Große, zusammenhängende Flächen – 

als Verwertung von Brachflächen für neue Nutzungen

auf Ebene des Städtebaues

Beispiele: vormalige Kasernen, Eisenbahngelände, Hafenanlagen, Industriegebiete, etc.

B.  Gebäuderecycling

Nachnutzung bestehender Gebäude und Einrichtungen, 

als Verwendung von Leerflächen für neue Nutzungen

Auf Ebene der Sanierung und Architektur

Beispiele: historische Gebäude (Kirchen, Burgen…) Fabriken, Lagerhallen, Handelsbetriebe, Garagen und Parkhäuser, Landwirtschaften, Silos, Wohngebäude, Gaststätten, öffentliche Gebäude, Büros, Verwaltungsgebäude, etc

TRANSFORMATION VON FLÄCHEN

A.  Flächenrecycling (-upcycling)

TRANSFORMATION VON GEBÄUDEN

A 1:  Nutzung bereits versiegelter Flächen durch vollständigen Abbruch und   anschließender Neubebauung

A 2:  Nachnutzung bereits versiegelter Flächen durch teilweisen Abbruch und   anschließender Neubebauung.

A 3:  Nutzung bereits versiegelter Flächen  durch Adaptierung des   vorhandenen Baubestandes mit minimalem Abbruch.


Die Nachhaltigkeit nimmt von  A1 bis  A3 zu:

 A1 stoppt immerhin den Flächenverbrauch – keine zusätzliche Bodenversiegelung

 A3 sowohl den Flächenverbrauch als auch den Materialaufwand für Neubau

B.  Gebäuderecycling (-upcycling)


B 1:  Nachnutzung bestehender historischer Gebäude und Kirchen

B 2:  Nachnutzung vormaliger Fabriken, Betriebsgebäude, Lagerhallen

B 3:  Nachnutzung vormaliger Handelsbetriebe

B 4:  Nachnutzung vormaliger Verkehrs- und Logistikeinrichtungen

B 5:  Nachnutzung vormaliger Landwirtschaften

B 6:  Nachnutzung vormaliger Tourismus- und Freizeiteinrichtungen

B 7:  Nachnutzung vormaliger Wohngebäude

B 8:  Nachnutzung vormaliger öffentlicher Gebäude und Einrichtungen

B 9:  Nachnutzung vormaliger Büro- und Verwaltungsgebäude


Schlussfolgerungen  Voraussetzungen & Stolpersteine


•Ohne Mieter geht es nicht – Brachflächenrecycling benötigt eine komplette Wertschöpfungskette •Man braucht also einen Business Case – Eigentümer und Investoren finanzieren keine Unsicherheiten •Wenn es ohne Förderung nicht geht, geht es auch mit Förderung nicht!      

Wann kann Flächen- und Gebäuderecycling gelingen?

Wenn Außenmauern und  tragende Teile erhalten werden können §Wenn die verwertbare Nutzfläche vergrößert werden kann (oft Widerstände institutioneller Art) §Wenn die Energieversorgung auf nachhaltige Energieträger umgestellt werden kann   

§Wenn die Finanzierung infolge der langen Genehmigungsvorgänge nicht zum Flaschenhals wird §Wenn das Projekt nicht romantisch verklärt wird und klare Nutzungsaussichten hat (siehe oben) § Wenn alle Beteiligten guten Willens sind (siehe die rotarische 4-Fragen-Probe)    


Kosten

Neubau                     vs              nachhaltige Kernsanierung

€ 3.500-4.000        vs.             € 2.500,--    (ohne Grundstückskosten!!!)

Bei 130 km² (das sind: 130 Mio. m²) brachliegender Gewerbe- und Industrieflächen in Österreich (Quelle:BMWKMS) und 12,5 km² leerstehendem Wohnraum in Österreich sollte ernsthaft über zusätzlichen NEUBAU nachgedacht werden.

Die Transformation , also das Umformen, ist ein längerfristiger Lern- und Suchprozess, der es uns ermöglicht, nicht sofort alles abbrechen zu müssen, alles unwiederbringlich zu zerstören, sondern lieber dreimal darüber nachzudenken, wie der BESTAND weiterhin BESTAND haben kann – in einer durchaus modernen, zeitgemäßen Ausformung.     .                                                                         

Wie meine Beispiele zeigen, ist dies bereits vielfach erfolgt!!!

DAHER: Wir brauchen eine neue UMBAUKULTUR – Die Zukunft liegt im Bestand oder BAUKULTUR IM BESTAND = BAUKULTUR MIT VERSTAND


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